An dieser Stelle präsentiert Ihnen Kostümverleih Breuer in loser Folge eine kleine Auswahl besonderer Kleinode aus dem reichhaltigen Fundus: Kostüme, die ihren teils historischen Vorbildern detailgetreu nachgeahmt wurden, vom Mittelalter bis zur Jetztzeit. Alle Kostüme können selbstverständlich entliehen werden. Eine Anfrage können Sie über die Fundus-Übersicht oder das Kontaktformular stellen.
Die französische Revolution
1789 bringt einen radikalen Wandel in der Mode mit sich. Als Folge
der neuen Vorstellungen von Natur und Freiheit bildet sich Widerstand
gegen Schnürleib, Reifrock, Puder und Stöckelschuhe. Man
orientiert sich an der Antike, vor allem am „griechischen
Gewand“. Typisch für diese Epoche ist ein einteiliges,
wie ein Hemd geschnittenes Chemisekleid. Mit einer hohen Taille
unmittelbar unter dem Busen, im Rücken unter den Schulterblättern
gegürtet, fällt der Rock lang und glatt zu Boden. Ein
weiter Ausschnitt sowie kurze Ärmel vervollständigen das
Bild. Als Kälteschutz werden Cashmereschals umgelegt.
An den Füßen trägt man flache, hochgebundene Sandalen.
Die Haare werden nach griechischer Art hochgesteckt
oder zum „Tituskopf“ geschoren.
Material: Baumwollstoffe, bedruckter Kattun, Mousselin, Batist.
Literatur:
Le Bourhis, Katell: The age of Napoleon. Costume from Revolution
to Empire, 1789 – 1815. New York 1989.
Der Sieg im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 führt in Deutschland zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Der Name „Gründerzeit“ widerspiegelt die Gründung zahlreicher Unternehmen.
In der Mode wird die weibliche Linie vom Tournurekleid bestimmt: eng geschnürtes Korsett mit langer und spitzer Taille. Die Röcke sind drapiert, d.h. die Stoffe laufen in großzügiger Drapierung quer über den Rock, um sich hinten zu raffen. Besonders beliebt und wirkungsvoll ist das Nebeneinander verschiedener Stoffarten von gleicher Farbe.
Als Kopfbeckung trägt man einen kleinen, mit Federn, Blumen und Bändern ausgeputzten Hut, eine Kapotte.
Material: Samt, Seide, Tuch, Mull, Batist, Linon, Organdy, Siebleinen.